Das "Netzwerk: Soziales neu gestalten" ist ein Zusammenschluss von verschiedenen Akteuren in der Sozialwirtschaft. Ihr gemeinsames Fundament ist ihr Engagement für das Gemeinwohl und der Wille die Zukunft aktiv und gemeinsam zu gestalten. Die Aktivitäten in diesem Netzwerk werden auf die Themen fokussiert, die einen entscheidenden Einfluss auf die Zukunftsfähigkeit der Gesellschaft haben. Dabei spielen die Themenfelder Alten-, Behinderten- und Jugendhilfe eine große Rolle.
Durch die Professionalisierung und die teilweise Überregulierung im Sozialbereich sind die primären Hilfesysteme wie Familien und Nachbarschaftshilfen immer mehr aus dem Blickfeld geraten. Alle Netzwerkpartner teilen die Überzeugung, dass soziale Leistungen für die Zukunft einerseits dem Wunsch der Menschen nach Eigenverantwortung und Selbstbestimmung zu entsprechen haben und andererseits nachhaltig zu sichern sind. Daher müssen sich soziale Leistungen verstärkt an Solidarität, Subsidiarität, sozialräumlichen Lösungen und bürgerschaftliche Eigenverantwortung orientieren. Eine solche Haltung stiftet letztendlich durch die Möglichkeit der Teilhabe auch bei den Menschen mehr Sinn als eine auf Versorgung und Konsum sozialstaatlicher Leistungen orientierten Einstellung. Vor diesem Hintergrund suchen alle operativen Netzwerkpartner nach ergänzenden Angebotsstrukturen zur stationären Versorgung.

(Bremen/ Meckenbeuren) Vor dem Hintergrund des vom Bundeskabinett unlängst verabschiedeten Kabinettsentwurfs für ein Pflege-Neuausrichtungsgesetz (PNG), welches nunmehr in den parlamentarischen Beratungsprozess einmündet, stellen die Partner im Netzwerk: Soziales neu gestalten (SONG) mit einer Zweistufenlösung als abgestimmtes Reformpaket konkrete Perspektiven für die nachhaltige Bewältigung des demographischen Wandels und die notwendige Zukunftssicherung von Pflege und Teilhabe vor.
Ausgangspunkt des SONG-Konzeptes ist die lange verdrängte Erkenntnis,
dass die absehbar dramatische Verengung des Arbeitsmarktes in den
Pflege- und Gesundheitsberufen und das schrumpfende familiäre Pflegepotential effizientere Versorgungs- und Unterstützungsstrukturen notwendig machen. Der Kernsatz dafür lautet:
Für eine wachsende Zahl Pflegebedürftiger steht eine schrumpfende
Zahl von professionell bzw. familiär Pflegenden zur Verfügung.
Das SONG-Reformpaket in Kürze finden Sie hier.
(Berlin/ Meckenbeuren) Im Wohlfahrtsmix liegt die Zukunft der Freien Wohlfahrtspflege - so lautete das Credo der Fachtagung des Netzwerk: Soziales neu gestalten (SONG) am 13. September 2011 in der Katholischen Akademie Berlin.
Die Tagungsdokumentation "Nur gemeinsam sind wir stark" des Netzwerks SONG ist nun als PDF-Download für alle Interessierten zugänglich.
Vor rund 130 Besuchern aus Politik, Wohlfahrtspflege und Verwaltung rief Prof. Rolf G. Heinze von der Ruhr-Universität Bochum angesichts der wachsenden sozialen Herausforderungen und der Finanzkrise der öffentlichen Haushalte dazu auf, die Ressourcen von Staat, Wohlfahrtsverbänden, Markt und Bürgerengagement neu zu bündeln (Vortrag Prof. Heinze).
Am Beispiel der Quartierswohnprojekte der SONG-Netzwerkpartner zeigte anschließend Dr. Volker Then vom Centrum für soziale Investitionen und Innovationen (CSI) Heidelberg auf, welche Wirkungen ein Welfare Mix im lokalen Sozialraum hat (Vortrag Dr. Then).
Vor diesem Hintergrund stellten im Rahmen einer Pressekonferenz Alexander Künzel, SONG-Sprecher, und Ulrich Kuhn, Geschäftsführer des Netzwerks, mit Unterstützung von MdB Franz Müntefering und MdL Paul Locherer die Positionierung des Netzwerks SONG zur Pflegereform Pressevertreter/innen von Print- und Hörfunkmedien vor (Pressemitteilung).

(Bielefeld) Auf Basis einer SONG-Veranstaltung des Evangelischen Johanneswerks erschien jüngst der für Praktikerinnen und Praktiker der Altenhilfe informationsreiche Band "Quartiersnah - Die Zukunft der Altenhilfe".
Die demografische Alterung der Gesellschaft bringt gravierende Veränderungen mit sich. Die Zahl pflegebedürftiger Menschen steigt. Das Potenzial helfender Angehöriger sinkt. Auch der stetige Ausbau stationärer Pflegeeinrichtungen stößt künftig an ökonomische Grenzen. Als zukunftsgerechten Lösungsansatz stellt hier das Netzwerk SONG (Soziales neu gestalten) die quartiersnahe Versorgung vor:
- Quartiersnahe Versorgung und der neue Pflegebedürftigkeitsbegriff
- Mehrwert und Verknüpfungen mit Initiativen von relevanten Akteuren
- Sozialunternehmen auf dem Weg in den Sozialraum
- Neue Konzepte der Versorgungssicherheit im Quartier
- Das Netzwerk SONG und seine Projekte
Ein unentbehrliches Buch für Führungskräfte, die bei Investitions- und Organisationsentscheidungen künftige Entwicklungen berücksichtigen müssen.
Eine Leseprobe sowie nähere Informationen zum Bezug des Bandes finden Sie hier.

(Berlin/ Bielefeld/ Meckenbeuren) Hilfebedürftigen Menschen zur Seite stehen, für ihre Vernetzung im sozialen Umfeld sorgen, individuell zugeschnittene Versorgungskonzepte vermitteln. Das sind Aufgaben, die künftig Dienstleistungs- und Netzwerkmanagerinnen und Netzwerkmanager im Gemeinwesen übernehmen können. Das vom Europäischen Sozialfonds geförderte LoVe-Projekt startet jetzt mit 17 Teilnehmerinnen und Teilnehmern in Berlin den bundesweit ersten Qualifizierungskursus zur Vermittlung dieser neuen Berufskompetenzen im Sozialbereich.
LoVe („Lokale Verantwortungsgemeinschaften in kleinen Lebenskreisen – Mitarbeitende in neuer Verantwortung für das Gemeinwesen“) wird von Partnern des Netzwerks SONG (Soziales Neu Gestalten) getragen und bildet einen Baustein in der Entwicklung von Wohnprojekten und -quartieren mit guten Voraussetzungen für pflege- oder hilfebedürftige Menschen. Verortet ist das Projekt im Förderprogramm „rückenwind – Für die Beschäftigen in der Sozialwirtschaft“, das vom Bundessozialministerium unterstützt wird. Die Projektleitung liegt beim Ev. Johanneswerk (Bielefeld), einem der SONG-Partner.
Die Qualifizierung besteht aus fünf Bausteinen, die Theorie und Praxis verzahnen. Der Teilnehmerkreis hat acht feste Termine für die vier Schulungsmodule in einem Umfang von insgesamt 400 Unterrichtsstunden. Darin sind 200 Stunden als Selbstlernphasen und Projektmanagement integriert. Koordinatorinnen und Koordinatoren – entsandt von den SONG-Partnern – vermitteln in Verbindung mit Experten aus der Praxis das notwendige Wissen. Zielgruppe des neuen Angebots sind Fach- und Führungskräfte aus der Alten- und Behindertenhilfe mit Berufserfahrung aus Einrichtungen und Diensten der beteiligten SONG-Partner. Erfahrungen aus dem LoVe-Projekt und den Qualifizierungskursen sollen nach Projektabschluss 2013 der Fachöffentlichkeit zur Verfügung gestellt werden.
Hier können Sie das Leporello mit dem Curriculum des neuen Qualifikations-Angebots herunterladen.
Weitere Publikationen aus der ersten Projektphase finden Sie hier!

Die SONG-Netzwerkpartner haben fundierte Vorstellungen über wegweisende neue Ansätze von generationenübergreifenden Wohn- und Versorgungsmodellen in lokalen Quartieren entwickelt und erprobt. Ausgehend von dieser Erfahrungsbasis enthält das Memorandum konkrete Vorstellungen über die für deren Umsetzung notwendigen politischen und rechtlichen Erfordernisse für eine bedürfnisgerechte Gestaltung der Lebensräume und der Dienstleistungen für ältere Menschen im Gemeinwesen.

In Ergänzung zu den umfangreichen wissenschaftlichen Studien und Fachkonferenzen des Netzwerks SONG skizziert Professor Thomas Klie von der Evangelischen Fachhochschule, Freiburg, eine neue Architektur unserer sozialstaatlichen Rechtssystematik für den Steuerungsbereich der Pflege- und Altenhilfe. Ziel dieser Rechtsexpertise ist es, Möglichkeiten aufzuzeigen, wie niederschwellige Versorgungssettings eine größere Chance auf eine flächendeckende Umsetzung erhalten und somit Bestandteil eines nachhaltigen sozialen Infrastruktur-Mix werden können.
Ziele und Selbstverständnis für die zweite Phase: Was kann das SONG-Netzwerk für eine neue Quartiersarbeit bewegen?

Soziale Wirkung und »Social Return« - Eine sozioökonomische Mehrwertanalyse gemeinschaftlicher Wohnprojekte: Die vorliegende Analyse untersucht erstmals, in welchem Umfang Aktivitäten der Bewohner professionelle Unterstützung ersetzen können
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Band 2 zeigt anhand von mehreren Fallstudien, wie Wohnprojekte die Versorgung von älteren Menschen gewährleisten können, ohne ihre Teilnahme am gesellschaftlichen Leben und ihre Selbstbestimmung einzuschränken >>mehr

Eine Potenzialanalyse ausgewählter Wohnprojekte: Die Grundlage des Buches "Zukunf Quartier" ist eine Stärken-Schwächen-Analyse von vier Wohnprojekten. >>mehr